Tischlein deck dich!

© Günter Menzl - Fotolia.com
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Eine Hochzeit lebt von einer schönen Dekoration, und der Liebe zum Detail. Auch bei der Festtafel sind es gerade diese Kleinigkeiten, die darüber entscheiden können, ob sich die Gäste wohlfühlen und sie den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Doch wie gelingt die harmonische Zusammenstellung aus Kerzen, Servietten, Tischkarten, Blumen usw.? Welche  Regeln gilt es zu beachten und ab wann ist viel einfach zu viel?

Wen solche Fragen plagen, dem sei gesagt: Ruhe bewahren und immer schön der Reihe nach. Mit der richtigen Herangehensweise beugen Sie den meisten Pannen vor und machen das Hochzeitsessen zu einem Genuss für Sie und Ihre Gäste.

Colour your life

Falls Sie noch keine Entscheidung darüber getroffen haben, unter welchem Farbmotto Ihre Hochzeit stehen soll, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Definieren Sie einen Grundton, der sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche (Einladungskarten, Brautstrauß, Dekoration der Kirche usw.) zieht.

Gut betucht

Das vornehmlich weiße oder cremefarbene Tischtuch bildet die Basis für das spätere Eindecken und Dekorieren. Farbe und Struktur sollten daher auf das Interieur abgestimmt. Gut zu wissen: Stoffe wie Halbleinen oder Damast wirken festlich und luxuriös, Baumwolle und grobes Leinen eher rustikal und zwanglos. Als Faustregel für die richtige Größe gilt: Die Tischdecke sollte an jeder Seite 25-30 cm überhängen.

Das Auge isst mit

Rund oder eckig, traditionell in Weiß oder mit farbigem Dekor – die Angebote im Porzellanbereich sind vielseitig. Wer im Restaurant feiert oder einen Caterer beauftragt, kann meist zwischen einem klassischen und einem moderneren Service wählen. Alle anderen sollten beim Eindecken wie folgt vorgehen:

  • Service
    Als erstes kommt der Platzteller auf den Tisch. Er ist mindestens zwei Zentimeter größer als der Menüteller und steht etwa einen Zentimeter von der Tischkante entfernt. Danach folgen Vorspeisenteller oder –schalen. Brot- oder Salatteller stehen auf der linken Seite.
  • Besteck
    Die wichtigste Regel: Zu jedem Gang gibt es ein frisches Besteck. Alles andere wäre ein absolutes No-Go! Damit der Tisch nicht zu voll wird, achten Sie darauf, dass rechts maximal vier, links drei und oben zwei Besteckteile liegen. Reicht das nicht aus, sollte während des Essens nachgedeckt werden. Das Besteck wird von innen nach außen eingedeckt, gegessen wird dann von außen nach innen. Messer liegen rechts, Gabeln links – jeweils parallel zueinander. Das Brotmesser wird vertikal auf die rechte Seite des Brottellers gelegt, die Schneide zeigt nach links. Der Suppenlöffel gehört auf die rechte Seite. Das Dessertbesteck liegt oberhalb des Tellers: erst die Gabel (Griff links), darüber der Löffel (Griff rechts). Bei Obst- und Käsebesteck erst das Messer (Griff rechts), darüber die Gabel (Griff links)
  • Gläser
    Das Glas für den Hauptgang steht circa ein Zentimeter oberhalb des Tafelmessers. Rechts darunter steht das Glas für den Vorspeisengang und links darüber das Wasserglas.

Lassen Sie Blumen sprechen

Die Pflicht ist erledigt, nun kommt die Kür. Mit fein aufeinander abgestimmten Details, wie eleganten Servietten, romantischen Kerzen, schön gestalteten Tischkarten und farbenprächtigen Blumenarrangements verleihen Sie Ihrer Hochzeitstafel eine ganz persönliche Note. Auch wenn der Fantasie hier eigentlich keine Grenzen gesetzt sind, tun Sie gut daran, ein paar Grundsätze zu beachten:

  • Weniger ist mehr
    Die Blumendeko sollte maximal zwei Pflanzensorten enthalten. Als Blattgrün sind Efeuranken sehr beliebt, um die herum duftende Rosenblütenblätter gelegt werden. Tipp: Sich wiederholende Details, wie z. B. die gleichen Blumen im Brautstrauß wie auf der Festtafel, wirken besonders stilvoll.
  • Blickkontakt ermöglichen
    Wer statt seinen Gesprächspartner nichts als Blumen sieht, wird schnell die Freude an ihnen verlieren. Sorgen Sie deshalb dafür, dass die Gäste bei ihren Gesprächen nicht durch die Tischdekoration behindert werden.
  • Raum zur Entfaltung
    Achten Sie darauf, dass die dekorativen Elemente nicht zu viel Platz einnehmen. Das Essen sollte nach Möglichkeit serviert werden können, ohne dass zuvor Gegenstände weggenommen werden müssen. Eine von allen Seiten frei zugängliche Tafel sorgt zusätzlich für Entspannung. Wichtig: Damit jeder Gast ausreichend Bewegungsfreiheit hat, empfiehlt sich eine Gedeckbreite von 60 – 80 Zentimeter.

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