Mit Traumrobe und High-Heels zu Glück und Reichtum

Traditionen rund um Brautkleid & Co.
Brautschuhe und Brautkleid (© Alin Dobrin | Dreamstime.com)

Ob Brautkleid, Brautschuhe oder Schleier, rund um die Kleidung der Braut gibt es etliche Hochzeitsbräuche, die dem jungen Paar eine glückliche Zukunft garantieren sollen.

Die Brautschuhe

Die Braut bezahlte früher in manchen Gegenden ihre Brautschuhe selbst von den Pfennigen, die sie während der Brautzeit zusammen gespart hatte. Wurde dann der Schuh beim Sammeln vorgezeigt, konnte man sehen, welchen Wert er hatte. Man schloss daraus auf Fleiß und Sparsamkeit der jungen Ehefrau. Außerdem sagte man, dass eine Braut, die ihre Schuhe selbst kauft, dem Bräutigam nicht wegläuft. Wer den Brauch - allerdings jetzt mit Cent - beibehalten will, sollte die Münzen vor dem Einkauf vielleicht bei der Bank rollieren lassen, um nicht den Unmut der Schuhverkäuferinnen zu wecken. Tipp: Es empfiehlt sich, schon etliche Monate vor dem Kauf mit dem Sammeln der Centstücke zu beginnen.

Ein Cent im Schuh am Tag der Hochzeit bedeutet, dass das Geld in der Ehe nie ausgeht. Traditionell wird die Münze im linken Schuh getragen. Der Brauch findet seinen Ursprung übrigens in der bekannten Tradition "Etwas Altes, etwas Neues, ..." (siehe unten), die im Original mit den Worten "und eine Silbermünze in Deinem Schuh" endet.

Auf der Feier später wird der Braut häufig, möglichst unbemerkt, ein Schuh abgenommen, um ihn dann spaßeshalber unter den Hochzeitsgästen zu versteigern. Die von den Gästen abgegebenen Geldgebote werden in den Schuh gelegt, bis dieser gefüllt ist und der Bräutigam den Schuh samt Inhalt ersteigert. Den Erlös dürfen Frischvermählten selbstverständlich behalten.