Ciao Bella!

© drubig-photo - Fotolia.com
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Morgen ist Schluss mit lustig. Aus, vorbei, finito!  Morgen führt der Weg direkt zum Traualtar und hinein in den Ernst des Lebens. Morgen. Heute wird noch einmal richtig gefeiert: einen unvergesslichen Junggesellenabschied.

Tom Cruise hat es vorgemacht: Er mietete eine Villa und ließ es krachen. Vor dem großen Tag halten es die meisten Männer wie der Schauspieler. Sie feiern. Und sie genießen den letzten Tag in Freiheit natürlich ohne ihre Frauen. Mit trinkfesten Freunden ziehen sie um den Block, schauen zu tief ins Glas und manchmal auch in fremde Ausschnitte. Nicht unbedingt originell, aber immer wieder gerne gesehen, ist die Stripperin, die leicht bekleidet aus der Torte hüpft. Jenseits der Promillegrenze wird auch das Nachtlokal zur Pflicht. Dabei kommt der Junggesellenabschied eigentlich aus dem eher prüden Amerika und wird dort Bachellor’s Party genannt. Und die steigt jenseits des großen Teiches ausschließlich für Männer.

Gut, dass es hierzulande die Emanzipation auf ganzer Linie gibt. Ihr haben wir es zu verdanken, dass es nicht länger unschicklich ist, wenn auch die holde Weiblichkeit einen rauschenden Junggesellenabschied feiert. Natürlich, dafür sind gute Freundinnen doch da! Sie bilden ein Überraschungskomitee, investieren jede Menge Zeit für die Organisation und stehen plötzlich unangemeldet vor der Tür. Mit Sekt, Chips und super Laune. 

Bevor die Party steigt, wird die Braut ausstaffiert. Sie bekommt eine riesiges T-Shirt, das mit Sprüchen zugekleistert ist. „Schluss mit lustig“ und „Tschüß, ihr tollen Männer“ steht da in XXL-Lettern. Dazwischen hängen rote Papierherzen, die von wildfremden Männern gegen einen Kuss abgeschnitten werden. Aber eigentlich ist es egal, was die Junggesellin trägt: Hauptsache sie fällt auf.

Noch viel, viel wichtiger für den Junggesellinnenabschied ist jedoch ein Korb, randvoll gefüllt mit ausrangierten Zahnbürsten, Schokolade, Feuerzeugen, kleinen Kuscheltieren, Kondomen und allerlei mehr. Aufgabe der Braut ist es, all die Dinge zu verkaufen, denn sonst sitzt sie mit ihren Freundinnen auf dem Trockenen. Denn mit dem Erlös werden die Getränke des Abends bezahlt. Da muss die Braut ganz schön baggern, weil Frauen es in Sachen Trinkfestigkeit locker mit den Männern aufnehmen können. Aber Frauen sind auch einfallsreicher: So feiern sie nicht ausschließlich an der Theke. Manche gönnen sich einen Tag auf einer Schönheitsfarm, andere einen exquisiten Restaurantbesuch oder eine neckische Dessous-Party. Richtig schön wird dieser Tag sogar vor dem Fernseher: mit der besten Freundin  und der schönsten Schnulze aus der Zeit der ersten großen Liebe. Dirty Dancing zum Beispiel. Und wenn Patrick Swayze sein Baby in die Lüfte hebt, ist die Braut von morgen schon heute im siebten Himmel.  

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