Die Traumhochzeit in Bildern festgehalten

© Ryzhov Sergey | Dreamstime.com
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Auch in Zeiten, in denen fast jede Situation mit der Videokamera festgehalten und auf Portalen wie You Tube, MyVideo & Co. präsentiert wird – wenn es ums Heiraten geht, sind Fotos immer noch die beliebtesten Erinnerungstücke überhaupt. Und das wird sich so schnell wohl auch nicht ändern. Professionelle Hochzeitsfotos sind ein absolutes Must-Have, kann man dank ihnen doch auch Jahre später noch so wunderschön in vergangenen Zeiten schwelgen.

Aus der Vielzahl an Fotografen, den richtigen auszuwählen, ist allerdings keine leichte Aufgabe. Häufig realisieren Brautpaare erst nach der Hochzeit, wenn das verkorkste Ergebnis in Form von überlichteten oder verschwommenen Bildern auf dem Tisch liegt, dass sie bei einem Amateur gelandet sind. Damit es Ihnen nicht genauso geht, möchten wir Ihnen einige Tipps geben. 

Timing ist alles!

Echte Profis sind meist lange im Voraus ausgebucht. Fangen Sie daher frühzeitig mit der Suche an, so dass Sie circa ein dreiviertel Jahr vor Ihrem Hochzeitstermin den Auftrag erteilen können. Eine gute Möglichkeit, verschiedene Fotografen in einem ungezwungenen Rahmen kennenzulernen und deren Stile miteinander zu vergleichen, bieten zum Beispiel Hochzeitsmessen (Termine finden Sie auf S. 4/5). Hier können Sie sich nicht nur einige Beispielarbeiten ansehen, sondern merken auch gleich, ob die "Chemie" zwischen Ihnen stimmt.

Wichtiges im Vorgespräch klären

Haben Sie dann einen oder mehrere Fotografen in die engere Auswahl genommen, sollten zu allererst folgende Punkte geklärt werden.

  • Welche Leistungen sind im Service inbegriffen?
    Je mehr Auskünfte Sie an dieser Stelle verlangen, umso geringer ist die Gefahr, dass es hinterher Ärger gibt. Klären Sie deshalb zum Beispiel, ob Sie nur eine bestimmte Anzahl an Bildern erhalten, oder ob Ihnen der Fotograf das gesamte Rohmaterial aushändigt. Beinhaltet der Preis lediglich Studioaufnahmen oder ist die Begleitung zur Trauung und/oder zur Feier inbegriffen? Wie viele Stunden sind enthalten? Müssen Sie mit zusätzlichen Kosten (z. B. Anfahrt) rechnen? Erhalten Sie normale Papierabzüge, eine DVD oder ein aufwendig gestaltetes Hochzeitsalbum? Tipp: Wenn der Fotograf Ihnen die Daten auf einer DVD oder einem anderen Datenträger aushändigt, sollten Sie auf eine hohe Auflösung Wert legen.
  • Verfügt der Fotograf über ausreichend Erfahrung?
    Ein guter Fotograf ist noch lange kein guter Hochzeitsfotograf. Wer auf dem Metier Erfolg haben will, muss die Fähigkeit haben, sich innerhalb kürzester Zeit auf stark variierende Lichtverhältnisse (Sonnenschein im Freien, dunkle Kirchenräume usw.), wechselnde Locations und nicht planbare Situationen einzustellen. Scheuen Sie sich daher nicht den Fotograf zu fragen, auf wie vielen Hochzeiten er schon fotografiert hat. Lassen Sie sich auf jeden Fall Bilder von ein bis zwei kompletten Hochzeiten (auch vom Vorshooting) zeigen. Wenn die in der Kirche geknipsten Fotos viel zu dunkel sind, Bilder unscharf oder durch den Blitz überbelichtet wirken, ist Vorsicht geboten.
  • Vorsicht vor allzu ruhigen Zeitgenossen
    Wer Ihnen schon im Vorgespräch einen "schläfrigen" Eindruck macht, ist meist auch nicht in der Lage, die entscheidenden Momente in der richtigen Sekunde einzufangen.

Festlegen der Details

Hat man seine Wahl getroffen, gilt es, zusammen mit dem Fotograf den Termin- und Fotoplan festzulegen. Besprechen Sie genau, welche Bilder Sie von der standesamtlichen und kirchlichen Trauung wünschen und welche Motive Sie gerne von der Feier hätten. Ein guter Fotograf wird in der Regel um eine Begehung der Locations bitten, damit er die Lichtverhältnisse checken kann.

Vertragliche Absicherung

Treffen Sie eine schriftliche Vereinbarung, in der alles Besprochene festgehalten wird. Neben der genauen Leistungsbeschreibung und dem Honorar sollten darin folgende Punkte geregelt werden:

  • Was ist, wenn der Fotograf aus irgendeinem Grund (z. B. Krankheit) ausfällt? Ist für Ersatz gesorgt? Wenn ja, wer ist diese Person? Ist die Qualität gewährleistet?
  • Hat der Fotograf eine Ersatzausrüstung, falls etwas kaputt geht?
  • Wer hat welche Rechte an den Fotos? Wenn nichts anderes vereinbart ist, hat der Fotograf die Urheberrechte und die abgebildeten Personen haben die Modelrechte. Da auf diese Weise aber keine der Vertragsparteien etwas mit den Fotos anfangen kann, räumt man sich in der Regel bei Vertragsabschluss gegenseitige Rechte ein.

Die wichtigsten Momentaufnahmen

  • Portraits des Brautpaares (zusammen und ggf. auch einzeln)
  • Gruppenfoto mit allen Gästen
  • Unterschrift auf dem Standesamt
  • Einzug in und Auszug aus der Kirche
  • Ringtausch
  • Kuss
  • Pfarrer
  • Glückwünsche der Gäste

Eine umfassende Reportage enthält darüber hinaus zahlreiche Detailaufnahmen von den Ringen, dem Brautstrauß, Accessoires, den Outfits des Brautpaares, den Rednern, der Band u.v.m. In einem schönen Album wird dabei der ganze Tag, vom Make-up und der Ankleide bis zum Ausklang des rauschenden Festes dokumentiert.

Wichtig:

Bei einer kirchlichen Trauung sollte man auf jeden Fall beim Pfarrer nachfragen, ob Fotoaufnahmen (mit Blitzlicht) in der Kirche während der Trauung zugelassen sind.

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