Die kirchliche Trauung

Traumhochzeit ohne Kirche? Für viele Paare undenkbar (© chicagophoto - Fotolia)
Traumhochzeit ohne Kirche? Für viele Paare undenkbar (© chicagophoto - Fotolia)
Glückliche Paare empfinden ihre Liebe als ein Geschenk des Himmels. Mit der kirchlichen Trauung vertrauen Sie darauf, dass auch Gott ihre Beziehung bejaht und stärkt. Zugleich wählen sie einen besonderen Rahmen für den „schönsten Tag ihres Lebens“.

Bevor das große Fest jedoch steigen kann, gibt es – ähnlich wie bei der standesamtlichen Trauung – einiges, was Sie wissen sollten und anderes, was geklärt oder entschieden werden muss.

Voraussetzungen für die kirchliche Trauung

  • Die standesamtliche Trauung hat bereits stattgefunden.
  • Beide Partner sind Mitglied einer christlichen Kirche, wobei mindestens einer von Ihnen der Konfession Ihrer ausgewählten Hochzeitskirche angehört. Bei katholischen Hochzeiten muss jedoch - sofern einer der Ehepartner kein Katholik ist - eine Genehmigung vom Bischoff eingeholt werden. Für die evangelische Hochzeit gilt: Sollte nur ein Partner einer christlichen Kirche angehören, so kann eine kirchliche Trauung nicht erfolgen - ein gesonderter Gottesdienst ist dennoch möglich. Diesen bezeichnet man auch als „Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung“. Für den Fall, dass Sie verschiedenen Konfessionen angehören und sich so recht festlegen können, ist die ökumenische Trauung ist ein guter Kompromiss. Je nachdem, in welchem Gotteshaus Sie getraut werden möchten, handelt es sich dann entweder um eine katholische Hochzeit mit Beteiligung eines evangelischen Pfarrers oder umgekehrt.
  • Sie führen aus Anlass Ihrer Eheschließung keine andere religiöse Feier durch.
  • Sie führen vor der Trauung ein Gespräch mit dem Pfarrer.

Erforderliche Papiere

  • Taufbescheinigung: Das Ausstellungsdatum darf nicht länger als drei Monate zurück liegen und unter der Rubrik „Ehe“ darf nichts eingetragen sein. Die Bescheinigung erhalten Sie beim Pfarramt Ihrer Taufgemeinde.
  • Firmungszeugnis bzw. Konfirmationsurkunde
  • Personalausweis
  • Heiratsurkunde vom Standesamt. Falls die Trauung noch nicht stattgefunden hat, ersatzweise eine Bescheinigung über die Anmeldung zur Eheschließung.
  • Wenn Sie nicht in Ihrer Heimatgemeinde heiraten möchten, benötigen Sie eine Delegation Ihres Pfarrers, die dem auswärtigen Geistlichen erlaubt, Sie zu trauen. Möchten Sie vom eigenen Pfarrer in der Kirche einer anderen Gemeinde getraut werden, benötigen Sie die Einwilligung des dortigen Pfarrers (Traubefugnis).

Das Traugespräch

Sie erfüllen alle Voraussetzungen und wissen auch schon, wann und wo Sie heiraten möchten? Prima, dann kann es jetzt losgehen! Am besten, Sie vereinbaren gleich einen Termin mit Ihrem Gemeindepfarrer, um sich Ihren Wunschtermin zu sichern. Er steht Ihnen fortan zur Seite, erklärt Ihnen Ihre Möglichkeiten und weist Sie auf Dinge, an die Sie denken sollten, hin. Im sogenannten „Traugespräch“ können Sie den Gottesdienst und das Drumherum individuell mitgestalten (Trauspruch, Lieder, Lesungen, Blumenschmuck, mitwirkende Freunde oder Verwandte, etc.). Tipp: Je mehr Sie bei dem Treffen aus dem Nähkästchen plaudern und von sich preisgeben, desto schöner wird Ihre Zeremonie werden. Denn häufig erfährt der Pfarrer auf diese Weise Dinge, an die er später in der Predigt anknüpfen kann.

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